COVID-19 Finanzierungsagentur des Bundes GmbH (COFAG)

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Nachfrage nach Lockdown-Umsatzersatz ist groß

Bilanz der COFAG-Unterstützungsleistungen im Rahmen des Corona-Hilfsfonds zum Jahresende

  • Lockdown-Umsatzersatz:
    • 65.499 Antragsteller erhielten bislang 1,422 Mrd. Euro
    • 75 Prozent des beantragten Umsatzersatz-Volumens somit ausbezahlt
    • Hilfen werden durchschnittlich in 4 Tagen genehmigt
    • Neu: Dezember-Umsatzersatz seit 16.12. beantragbar
  • Garantien: 24.455 Anträge auf Haftungsübernahme im Wert von 4,625 Mrd. Euro genehmigt
  • Fixkostenzuschuss I: Auszahlung im Wert von 404 Mio. Euro an 41.203 Betriebe erfolgt
  • Fixkostenzuschuss 800.000 seit 23.11. beantragbar, Verlustersatz bis 3 Mio. Euro seit 16.12.

Der Lockdown-Umsatzersatz der Republik für behördlich geschlossene Betriebe im November und Anfang Dezember wird gut angenommen: Bis zum 11. Dezember 2020 haben 95.437 Unternehmen bei der COVID-19 Finanzierungsagentur des Bundes GmbH (COFAG) einen Umsatzersatz mit einem Gesamtvolumen von 1,899 Mrd. Euro beantragt. 65.499 Antragsteller erhielten insgesamt 1,422 Mrd. Euro ausbezahlt. Damit sind 75 Prozent des beantragten Umsatzersatz-Volumens bereits bei den betroffenen Betrieben angekommen.
Im Durchschnitt erhielten die Betriebe 21.714 Euro Umsatzersatz, 50 Prozent der Antragsteller erhielten mehr als 5.065 Euro ersetzt.

Ein Blick auf die Branchenverteilung der gestellten Anträge zum Lockdown-Umsatzersatz zeigt: Angeführt wird die Tabelle von der Beherbergungs- und Gastronomiebranche (44 %), gefolgt von Erbringung von sonstigen Dienstleistungen (18 %) sowie Handel/Instandhaltung u. Reparatur v. KFZ (17 %). Die regionale Verteilung der Mittel beim Umsatzersatz zeigt, dass Wien das Ranking mit 11.865 ausbezahlten Anträgen anführt, gefolgt von Niederösterreich mit 11.078 Anträgen und Oberösterreich (9.734 Anträge). Im Burgenland wurden mit 2.178 Anträgen auf Umsatzersatz am wenigsten ausbezahlt.

Daten und Fakten zum beantragten und ausbezahlten Lockdown-Umsatzersatz
Stichtag 11.12.2020

Seit 16.12. ist für direkt vom Lockdown betroffene Unternehmen der Dezember-Umsatzersatz beantragbar.

Bernhard Perner, COFAG-Geschäftsführer: „Das Instrument des Umsatzersatzes als schnelle, unbürokratische Hilfe im Lockdown hat sich bewährt und wird bis Ende Dezember verlängert. Die Anträge werden derzeit in durchschnittlich vier Tagen genehmigt. Drei von vier Antragsteller haben bereits Geld erhalten. Das bedeutet, dass die Hilfen schon überwiegend dort angekommen sind, wo sie gebraucht werden. Die technische Abwicklung kann sich im internationalen Vergleich sehen lassen.“

Marc Schimpel, zweiter COFAG-Geschäftsführer: „Wir bearbeiten die vielen tausend Anträge schnell und mit der notwendigen Sorgfalt. Durch das gute Zusammenspiel mit der Finanzverwaltung und den Förderstellen für die Garantien wird sichergestellt, dass sorgsam mit Steuergeld umgegangen wird. Mithilfe des Feedbacks über die Umsatzersatz-Hotline optimieren wir interne Prozesse.“

97 Prozent aller Garantie-Anträge genehmigt
Mit Stand 11. Dezember 2020 wurden von der COFAG 24.455 Garantie-Anträge genehmigt und damit die Haftung für 4,625 Mrd. Euro übernommen. Die Quote der genehmigten Anträge liegt bei 97 Prozent. 
9.617 Anträge (39 % aller genehmigten Garantieanträge) davon sind mit einem 80 Prozent garantiertem Volumen, 714 Anträge (3 % aller genehmigten Anträge) mit einem 90 Prozent garantiertem Volumen und 14.124 Anträge (58 % aller genehmigten Anträge) mit einem 100%-Garantievolumen.
Betrachtet nach den Förderstellen und der Anzahl der genehmigten Anträge zeigt sich, dass 70 Prozent der Anträge an das aws (KMU) ergehen, 29,7 Prozent an die ÖHT (Beherbergungsbetriebe) und 0,3 Prozent an die OeKB (Großunternehmen). Betrachtet nach dem genehmigten Garantievolumen gehen 64,5 Prozent über das aws, 21,0 Prozent über die ÖHT und 14,4 Prozent über die OeKB.

Die durchschnittlich genehmigte Garantiehöhe (über alle Anträge) liegt bei 189.127 Euro. 50 Prozent aller Anträge liegen unter dem Schwellenwert von 77.000 Euro.
Die durchschnittliche Genehmigungsdauer für die Bewilligung der Garantien beträgt drei Kalendertage.

Die Analyse der Anzahl der genehmigten Anträge nach Branchen zeigt, dass dem Beherbergungs- und Gastronomiesektor 30 Prozent der genehmigten Anträge zuzuordnen sind, gefolgt von Handel/Instandhaltung und Reparatur von KFZ (23 %) und Herstellung von Waren (10 %).

Im Ranking der regionalen Verteilung der Anzahl der genehmigten Garantieanträge führt Oberösterreich (4.575 Anträge) vor Wien (4.263 Anträge) und der Steiermark (3.812 Anträge). Das Schlusslicht bildet das Burgenland mit 619 Anträgen.

Daten und Fakten zu den beantragten und genehmigten Garantien
Stichtag 11.12.2020

Fixkostenzuschüsse aus Phase I in Höhe von 404 Mio. Euro ausbezahlt
Beim Fixkostenzuschuss I wurden per 11. Dezember 2020 von 51.104 Antragstellern insgesamt 61.954 Anträge mit einem Gesamtvolumen von rund 640 Mio. Euro gestellt. Zur Auszahlung gelangten davon bis dato 49.476 Anträge von 41.203 Antragstellern über insgesamt 404 Mio. Euro (63 % des beantragten Volumens).
Die durchschnittliche Höhe des Auszahlungsbetrages je Antragsteller beläuft sich auf 9.809 Euro, 50 Prozent aller Auszahlungsbeträge (Median) sind unter dem Schwellenwert von 3.981 Euro. Im Rahmen der Standortsicherung wurden 150 Mio. Euro beantragt und vorerst als nachrangig verzinstes Darlehen genehmigt.
Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer – von der Beantragung bis zur Genehmigung des Fixkostenzuschusses – beträgt 13 Kalendertage, die Hälfte der Anträge wird innerhalb von 10 Tagen abgewickelt.

Ein Blick auf die Branchenverteilung der gestellten Anträge zum Fixkostenzuschuss zeigt: Angeführt wird die Tabelle von der Beherbergungs- und Gastronomiebranche (27 %), gefolgt von Handel/Instandhaltung u. Reparatur v. KFZ (16 %) sowie Verkehr und Lagerei (10 %). Die regionale Verteilung der Mittel beim Fixkostenschuss zeigt, dass Wien das Ranking mit 12.701 ausbezahlten Anträgen anführt, gefolgt von Niederösterreich mit 7.583 Anträgen und Oberösterreich (7.475 Anträge). Das Schlusslicht bildet hier Vorarlberg mit 1.324 Fixkostenzuschussanträgen, die ausbezahlt wurden.

Daten und Fakten zu den beantragten und ausbezahlten Fixkostenzuschüssen aus der Phase I
Stichtag 11.12.2020

Aktuell: Jüngste Hilfen Fixkostenzuschuss 800.000 und Verlustersatz bis 3 Mio. Euro
Unternehmen, die nicht für den Lockdown-Umsatzersatz anspruchsberechtigt sind, können seit 23. November um den Fixkostenzuschuss 800.000 ansuchen. Mit Stand 11. Dezember 2020 haben 845 Antragsteller davon Gebrauch gemacht, bei einem Gesamtantragsvolumen von 16,7 Mio. Euro. 209 Anträge in der Höhe von insgesamt 2,1 Mio. Euro (13 % des beantragten Volumens) wurden mittlerweile ausbezahlt.

„Durch die bisherige Deckelung des Fixkostenzuschusses konnten Fixkosten von Betrieben nur beschränkt ersetzt werden. Seit Mittwoch, 16. Dezember können Unternehmen nun einen Verlustersatz von bis zu 3 Millionen Euro beantragen. Dabei können Verluste, die zwischen 16. September 2020 bis 30. Juni 2021 anfallen, entweder vorausprognostiziert oder im Nachhinein ersetzt werden. Große und mittlere Unternehmen erhalten bis zu 70 Prozent ihres Verlustes, kleine und Kleinst-Unternehmen bis zu 90 Prozent ihres Verlustes des Vergleichszeitraumes“, so COFAG-Geschäftsführer Perner.